Das Greenline Training „Drei-Dimensionen-Modell“


„Wer Schülern zu einer wirksamen Lernweise verhelfen möchte, darf nicht nur instruieren, sondern muss ihnen in enger Anlehnung an aktuelle Stoffbeispiele und Situationen Strategien vermitteln“ (Galperins 1983)

 


Trainingsziel

Nachhaltiger Aufbau von Handlungskompetenz auf physischer und kognitiver Ebene, Vermittlung von Wissen über alle Lernebenen, Einbindung von aktuellem Lern- und Prüfungsstoff.


Trainingsablauf

Vor Trainingsbeginn: Lernanalyse (Fragebogen, Lerntypentest, Gespräch mit Eltern), ergotherapeutischer Check wann und ob Intervention nötig ist.

 

1. Neurotraining

Anwendung: Neuro-Charts auf min 3 Ebenen

Zeit: pro Chart in der Regel 1 min, insgesamt max 10 min

Ziel: Protokollierung der Ergebnisse zur Evaluation der Leistungssteigerung

 

2. GL Lernkonzept

Anwendung: Erarbeitung des anstehenden Themas (Input je nach Schwerpunkt z.B. Lernmethodik, Prüfungsstrategie, Zeitmanagement)

Zeit: 30 min max

Ziel: Gemeinsames Lesen und Erklärung durch Dozent – Vermittlung: Das brauchst Du um zu lernen

 

3. Ankern

Anwendung: Die Anwendung erfolgt je nach Unterrichtseinheit auf drei Stufen:

 

Stufe 1: Vermittlung des Lernkonzeptes (z.B. Wie funktioniert das Gehirn? Wie erstelle ich einen Zeitplan?)

Ankerung: Schüler erklärt mündlich oder an der Tafel das Gelesene in eigenen Worten und es wird dann gemeinsam überlegt wie das Thema in den Alltag integriert werden kann („Lernhäppchen")

 

Stufe 2: Vermittlung von Lerntechniken (z.B. Wie lerne ich Vokabeln am schnellsten? Wie merke ich mir Reihenfolgen?)

Ankerung: Direkte Anwendung der Technik auf aktuellen Lernstoff, vor Prüfungen mit Lernlandkarte und Skalierung (Selbsteinschätzung)

 

Stufe 3: Fähigkeiten-Training (z.B. Konzentration, Lesen, Rechnen, etc.)

Ankerung: Auswahl einer Übung, nach der Übung kommt die Frage: „Erkläre in eigenen Worten, was Du JETZT kannst.

 

Zeit: Je nach Übung max 15 min

Ziel: Festigung des Lernstoffs, Bewusstmachung der erlernten Fähigkeit, Motivation

 


Lerncoach

Der Beratungspsychologe Carl Rogers (2010) beschreibt die Vorgehensweise eines guten Lerncoachs basierend auf diesen Merkmalen:

 

1. Wertschätzung auf allen Ebenen (dennoch nicht alles gutheißen!)

2. Empathie – Einfühlen in die Perspektive des Schülers auf Augenhöhe aber dennoch als Mentor

3. Authentizität – Echtheit heißt: Keine Rolle spielen

 

Förderung des Selbstbezuges statt Fremdbezug, lösungsorientiert.

Er/Sie hilft den Schülern, Klienten, Coachees  Lernblockaden abzubauen. Blockaden können durch Stress, Langeweile, Angst, Unkonzentriertheit, Probleme im Umfeld und physiologische Einschränkungen entstehen.

 

Das GL-Trainingskonzept arbeitet NICHT therapeutisch sondern lernfördernd und Blockaden abbauend. Dennoch werden Einschränkungen auf physiologischer Ebene mitberücksichtigt und ggf. ergotherapeutisch betrachtet.

Dies erfolgt durch

 

  • Umwandlung von Problemen in zu erlernende Fähigkeiten
  • positive Verstärkung durch kontextbezogenes Loben
  • Ermutigung und Erwähnen von positiven Beispielen (role model)
  • Lösungsorientiertes Reframing (Was genau hast Du aus der Talfahrt für Dich mitgenommen?)
  • Die immer wieder sich selbst reflektierende Betrachtungsweise des eigenen Vorgehens (Bin ich in der „Labeling“-Falle? Wo handelt es sich um selbsterfüllende Prophezeiungen?)
  • Konstruktive Kritik
  • Geduld und Liebe

 

Grundprinzipien der Lernförderung

Das ist KEIN Lerntraining

  • Nachhilfe
  • Lernmethoden-Training
  • Lerntherapie
  • Einseitige Vorgehensweise

Das ist das Greenline Lerntraining

  • Lernstoffunabhängig
  • auf Nachhaltigkeit und Leistungsoptimierung abzielend
  • Probleme in zu erlernende Fähigkeiten umwandelnd
  • ressourcenorientiert
  • ganzheitlich: Körper, Geist und Seele
  • Vielseitig – Einbezug ALLER Lernebenen
  • Spaß am Lernen vermittelnd